Seit 1994 kennen die Regisseure die kleine Insel La Graciosa nördlich von Lanzarote, auf der im einzig bewohnten Ort 600 Menschen leben. Im Film wird der dramatische Wandel von einem einst armen Fischerdorf, in dem jeder jedem half, hin zu einer immer mehr vom Tourismus dominierten Gemeinschaft sinnlich erfahrbar. Protagonisten, die sich für den Natur- und Umweltschutz auf der Insel einsetzen, sind den Angriffen derjenigen ausgesetzt, für die alle Einnahmequellen legitim sind. Die Insel ist als Mikrokosmos ein Beispiel dafür, wie gefährlich ein zunehmender Massentourismus für das Zusammenleben der Gracioseras und Gracioseros ist.
Im Mittelpunkt des Films stehen jedoch die Dorfbewohner selbst. Starke Frauen und ihre Bedeutung spielen eine wesentliche Rolle, ebenso Menschen, die sich in La Graciosa verliebt und dort niedergelassen haben. Großartige Kameraaufnahmen sowie Musikkomposition und Sounddesign schließlich machen „La Graciosa - Kanarische Träume“ zu einem mehr als empfehlenswerten Kinogenuss.